Eine Mutter und ihre Tochter schmücken das Dach einer Laubhütte.
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Sukkot
- das Ernte- und Laubhüttenfest erinnert Juden an das Leben ihrer Vorfahren auf der Flucht aus Ägypten
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Viele Juden leben während des Laubhüttenfestes in einer Sukka, einer einfachen Laubhütte.
30.06.2012 - 19:18

Sukkot ist das jüdische Laubhüttenfest. Es erinnert Juden an das Leben Ihrer Vorfahren während ihrer Flucht aus Ägypten. Die beschwerliche Reise führte sie einst durch die Wüste in ihr neues Zuhause, das "gelobte Land Kanaan". Heute heißt es Israel. Außerdem feiern viele Juden mit Sukkot ihr zweites Erntedankfest im Jahr.

Auf Sukkot bereiten sich viele jüdische Familien gut vor. In den Tagen vor dem Fest sammeln sie Äste, Zweige und Palmwedel, tragen Holzlatten, Planen oder Strohmatten herbei und bauen daraus eine Laubhütte. Sie heißt auf Hebräisch Sukka und gibt dem Fest seinen Namen. Das Besondere: Ihr Dach ist so löcherig, dass die Sterne hindurch schimmern können. Die luftige Bauweise erinnert  Juden daran, dass alles in der Welt vergänglich ist und dass Gott sie immer beschützt, und zwar noch viel besser als ein festes Haus aus Stein.
Manche Juden richten ihre Sukka auch noch gemütlich ein. Denn vor allem in Israel und manchen anderen warmen Ländern ist sie in den sieben Sukkot-Tagen rund um die Uhr ihr Zuhause. In kalten Gegenden treffen sich viele Familien zumindest am Vorabend und an den anderen Sukkot-Tagen zum Essen in der Sukka und sprechen dort auch den speziellen Segen.
 

Eure Fragen zu Sukkot


Was erlebten die Israeliten während ihrer Flucht in der Wüste?

Auf ihrer Flucht aus Ägypten zogen die Israeliten durch viele Städte und Gegenden. Die Bibel erzählt von vielen Begegnungen mit Gott, von Wundern und von guten und schlechten Erfahrungen, die das Volk Israel mit den Menschen machte. In schwierigen Momenten misstrauten die Israeliten Gott oft und einige von ihnen trauerten sogar ihrem alten Leben in Ägypten nach.

Von diesen und anderen Begebenheiten erzählt die Bibel:

  • Gott zeigte den Israeliten in der Wüste mit einer Wolken- und Feuersäule, wo sie lagern und wann sie weiter ziehen sollten.
  • In der Wüste lagerten die Israeliten auch am Berg Sinai. Dort sprach Gott zu Mose. Unter lautem Donner und Blitzen gab Gott dem Volk die zehn Gebote. Später stieg Mose zu Gott auf den Berg und empfing zwei Steintafeln. Darauf standen die Zehn Gebote. Mose blieb 40 Tage auf dem Berg Sinai. Als er vom Berg hinabstieg, hatten Aaron und das Volk das goldene Kalb gebaut.
  • Gott offenbarte Mose auf dem Berg Sinai auch die Anweisung für den Bau der Bundeslade. In ihr  sollten die Tafeln mit den Zehn Geboten und andere wichtige Dinge aufbewahrt werden.
  • Auf dem Berg Sinai erhielt Mose von Gott auch den Bauplan für die Stiftshütte, nach der sie dann auch errichtet wurde.
  • Es geschahen immer wieder Wunder. Zum Beispiel sprang mitten in einer Dürrezeit plötzlich Trinkwasser aus einem Felsen. Es gab aber auch Seuchen, die vielen Wanderern das Leben kosteten.

Das beschwerliche Wanderleben machte viele Israeliten ungeduldig. Immer wieder zweifelten sie daran, jemals anzukommen. Manche verloren sogar ihren Glauben an Gott.

Die Erzählung findest du in der Tora im 2., 4.und 5. Buch Mose. Die Tora gehört zur jüdischen Bibel.


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