Rosch HaSchana

- der jüdische Neujahrstag
Ein Mann bläst auf einem Schofar.
© ungvar - fotolia.com
Das jüdische Fest Rosch HaSchana erinnert an die Schöpfung von Gott und an die Schöpfung Adams. Der Tag heißt auch „Tag des ergreifenden Schofartons“. Nach der Mischna ist der Tag des Schofarblasens der Jahresbeginn. Die Mischna ist die Grundlehre des Talmud. Sie enthält die wichtigsten Überlieferungen des Judentums.

Rosch HaSchana feiern Juden weltweit an zwei Tagen. Denn in alter Zeit gab es Unsicherheit bei der Bestimmung des Neumondes und damit über das Ende des Monats Elul und den Beginn des Monats Tischrei. Wie jedes jüdische Fest beginnt und endet auch dieses am Abend.

Am ersten Tag beten viele Juden mit dem Taschlich-Brauch um die Vergebung der Sünden. Taschlich heißt: Du wirst werfen. Dabei geht es darum, die Mantel- oder Hosentaschen umzukrempeln, auszuleeren und sich damit symbolisch von alter Last zu befreien. Die alten Fussel oder Brotkrumen werden ins Wasser geworfen und damit symbolisch alle Sünden fortgespült. Dieser Brauch erinnert auch an einen Spruch des Propheten Micha. Er sagte: Und in die Tiefen des Meeres wirst du all ihre Sünden werfen.
Zu der Prozedur bläst ein Rabbiner oder Gemeindemitglied das Schofar. Das ist ein Widderhorn. Sein Ton geht durch Mark und Bein. Er soll die Menschen zur Besinnung und zur Buße rufen.

Am zweiten Tag wird in der Synagoge ein anderer Toraabschnitt gelesen. Weitere spezielle Bräuche für diesen Tag gibt es nicht.

Nach einer zehntägigen Bußzeit folgt der große Fasttag Jom Kippur. In der Bußzeit sollen die Juden aber nicht Trauer zeigen, sondern sich über Gottes Erbarmen freuen. Außerdem sollen sie aufrichtige Reue für schlechte Taten zeigen.

Eure Fragen zu Rosch HaSchana


Warum essen Juden an Rosch HaSchana Apfel mit Honig?

Der Honig am jüdischen Neujahrstag ist ein Symbol. Damit wünschen sich Juden ein süßes neues Jahr, in dem Gott seine strengen Urteile über die Menschen in mildere, wohltuende Urteile umwandelt.

Für den Apfel gibt es keine sichere Erklärung, nur Vermutungen. Zum Beispiel könnten die fünf Kammern eines Kerngehäuses für die fünf Bücher Mose stehen. Du siehst sie, wenn du einen Apfel quer halbierst, so dass eine Hälfte den Stil und die andere Hälfte die Blüte behält.

Die Kammern der Kerne sind von zehn kleinen Punkten umgeben. Ebenso viele Gebote hat Mose laut Überlieferung auf dem Berg Sinai von Gott empfangen.

Judentum
Autoren   Debora Lapide, jb
 
Bildnachweise 

Kommentare

Warum isst man an Rosch HaSchana Apfel mit Honig?

Die Antwort findest du HIER. - Jane

Ich glaube, weil es lecker ist. - Jana

Weil es schmeckt. - IJ...

Ich mag die Seite nicht wegen dem Teufelszeichen. - blume64

Liebe Blume64, wo findest du denn ein Teufelszeichen? - Alina

Warum isst man an Rosch HaSchana Äpfel? - Hunas

Hallo Hunas, die Antwort findest du HIER. - Jane

Warum werfen die unbedingt Brotkrummen ins Wasser, um Sünden fort zu jagen? - Lotte

Hallo Lotte, statt der Brotkrumen können Juden an Rosch HaSchana auch Sandkrümel, Staub oder Fussel aus ihren Hosen- und Jackentaschen pulen und ins Wasser werfen. Es geht darum, sich von alten Sünden zu befreien. Die Krümel sind nur ihre Stellvertreter. - Debora und Jane

Was ist am zweiten Tag von Rosch HaSchana? - Religion

In der Synagoge lesen Juden an Rosch HaSchana am ersten und zweiten Festtag unterschiedliche Toraabschnitte. Sonst gibt es keine besonderen Bräuche für den zweiten Festtag. - Debora

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
To prevent automated spam submissions leave this field empty.
optische Zusatzinfo
Zusatzinfo Sprache oder Video
Seiten-Zusatzinfo
Lesemodus
Symbol des Christentums
Symbol des Judentums
Symbol des Islam
Symbol des Hinduismus
Symbol des Buddhismus
Symbol der Bahai
Symbol für mehrere Religionen
Symbol von Religionen entdecken
Symbol für ein nicht-religiöses Thema
Zusatzinfo schließen
Zusatzinfo schließen