Umweltschutz in der Gesellschaft

- nach uns die Sintflut?
Ein Mädchen schaut auf einen Schmetterling, der auf ihrer Nase sitzt.
© Ramona Heim - fotolia.com
Eine alte Indianer-Weisheit sagt:
  • „Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.“
Das bedeutet, dass wir dazu verpflichtet sind, besonders gut auf die Natur und unsere Umwelt zu achten, sie zu pflegen und uns so zu verhalten, dass wir die Erde in einem guten Zustand weitergeben können.

Leider klappt das nicht, denn wir Menschen sind zwar mit Klugheit ausgestattet, aber mit noch mehr Gier, Bequemlichkeit und Habsucht. Daher nutzen wir unseren Verstand oft nur zu unserem eigenen Vorteil und lassen uns gerne von den Verlockungen des Fortschritts verführen. Fast jeder möchte irgendwann gerne ein eigenes Auto haben, mit dem Flugzeug in die Ferne reisen, sich nach der neuesten Mode kleiden, warm Wohnen und jeden Trend mitmachen. Schon viel zu lange produzieren und kaufen wir massenweise unnötige oder sogar unnütze Dinge und verseuchen damit Flüsse, Äcker, Wiesen, Wälder und die Luft, krempeln mit gigantischen Straßen- und Städtebauten ganze Landschaften um und vermüllen die Meere. Die Wirtschaft hat gut daran verdient, darum hat auch die Politik lange fast jede Warnung der Umwelt- und Naturschützer in den Wind geschlagen. Inzwischen sind die katastrophalen Folgen des Überflusses in unserer "Zivilisation" nicht mehr zu übersehen: Millionen Arten sind bereits ausgerottet, manche Gegenden für sehr lange Zeit verstrahlt und unbewohnbar und sogar das Klima gerät schon aus den Fugen.

Das hat auch viele anerkannte Bürger und Wissenschaftler wachgerüttelt. Sie unterstützen nun die Forderungen der Umweltschützer nach mehr Rücksicht auf die Natur und damit auf das Leben der nächsten Generation. Bekannte Umweltschutzorganisationen sind zum Beispiel Greenpeace, der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und die Welt-Naturstiftung WWF. Jede von ihnen hat auch eigene Gruppen, in denen sich Kinder- und Jugendliche treffen und für die Umwelt engagieren. Als erste Partei haben sich in deutschen Parlamenten die Grünen vor rund 40 Jahren für den Umweltschutz eingesetzt. Heute bearbeitet jede Partei das Thema Umwelt und es gibt sogar ein Umweltministerium und verschiedene Umweltbehörden. Doch noch immer stehen in fast allen Parteiprogrammen die aktuellen Interessen der Menschen über dem Erhalt der Erde. Die Folgen müssen später die nächsten Generationen ausbaden.

Für die Religionen ist die Verantwortung der Menschen für den Schutz der Schöpfung selbstverständlich. Zumindest in der Theorie. In fast allen heiligen Büchern ist der Erhalt der Natur ein wichtiges Thema. Im Sommer 2015 haben sich daran neun Religionsgemeinschaften erinnert und ein Treffen mit Naturschützern organisiert. Dort haben sie eine gemeinsame Erklärung zum Schutz der Natur und biologischen Vielfalt erarbeitet.

Eure Fragen zum Umweltschutz in der Gesellschaft


Was unterscheidet Naturschutz und Umweltschutz?
Allgemein

Umwelt- und Naturschutz für Kinder

 



Natur- und Umweltschutz-organisationen





Witz zum Thema

Treffen sich zwei Planeten.
Beim Anblick seines Freundes erschrickt der Erste:
„Du siehst aber heute krank aus! Was hast du denn?“
„Menschen“, keucht der Zweite völlig erschöpft.
„Ach so. Das hatte ich auch schon mal. Das ist nicht schlimm und geht schnell vorbei.“
Autoren Jane Baer-Krause
 
Quellen 
 
Bildnachweise 

Kommentare

Wie wäre es, wenn wir Menschen mehr Bäume einpflanzen würden, statt sie mehr und mehr zur vernichten. Damit würden wir Menschen den Tieren und natürlich auch Pflanzen einen großen Gefallen tun, denn das, was wir machen, bringt das ganze Ökosystem durcheinander und schadet gleichzeitig uns selbst! - mk

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