Zwei Jungen im Anzug, die vor einer Kirche stehen, kurz bevor sie konfirmiert werden.
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Aufnahme in die Glaubensgemeinschaften
- jede Religion hat ihre eigenen Traditionen und Rituale
epd-Bild/Jens Schulze
Konfirmanden vor dem Konfirmationsgottesdienst in der Kreuzkirche Hannover.
11.04.2013 - 17:27

Babys können noch nichts entscheiden. Daher sorgen viele Eltern sorgen dafür, dass ihre Kinder in die Glaubensgemeinschaft aufgenommen werden, der sie selbst angehören.
Die Kinder jüdischer Mütter gehören sogar automatisch zum Judentum. Sie erben die Religion sozusagen. Jüdische Jungen werden außerdem an ihrem achten Lebenstag beschnitten. Das ist das Zeichen für ihre Verbindung mit Gott.
Muslime glauben, dass jeder Mensch von Geburt an Muslim ist. Auch sie lassen ihre Söhne beschneiden.
Christen werden getauft, manche als Babys und andere später.
Als Jugendlicher oder Erwachsener entscheidest du dich selbst. In manchen Religionen "besiegelst" du deinen Glauben sogar mit einer besonderen Handlung vor der Gemeinde:
Jüdische Jungen feiern in der Synagoge die Bar Mizwa, Mädchen die Bat Mizwa.
Katholische Kinder stimmen ihrem Glauben mit der Kommunion und als Jugendliche mit der Firmung zu.
Evangelische Christen lassen sich konfirmieren.
Hindus erben ihre Religion von den Eltern. Die Jungen der oberen drei Gesellschaftsschichten erhalten außerdem die »Heilige Schnur«. Viele Hindus und Buddhisten feiern je nach Gegend auch ganz unterschiedliche Aufnahmefeste.

Manche Menschen verlieren im Laufe ihres Lebens ihre Überzeugung und treten aus ihrer Glaubensgemeinschaft wieder aus. Oder sie fühlen sich von einer anderen Religionsgemeinschaft angezogen. Dann können sie ihre Religion wechseln. Das nennt man konvertieren.
 

Eure Fragen zur Aufnahme in die Glaubensgemeinschaften


Kann man aus Liebe zu einem anderen Menschen seine Religion wechseln?