Wann fasten Christen?
14.02.2012 - 16:31
Im Christentum gibt es zwei längere Fastenzeiten – vom Sankt Martinstag am 11. November bis Weihnachten und 40 Tage vor Ostern.

Am Aschermittwoch sind mit dem Karneval die tollen Tage vorbei, in denen gefeiert und nach Lust und Laune genascht und viel gefuttert wurde. Nun beginnt für Christen die Passions- und Fastenzeit. 40 Tage lang bereiten sich viele von ihnen nun auf Ostern vor.

Die Dauer dieser Fastenzeit ist übrigens kein Zufall. Jesus war einmal genau 40 Tage lang in der Wüste unterwegs - ohne Essen und Trinken. Und das Volk Israel ist sogar 40 Jahre lang durch die Wüste gewandert, bis es im Gelobten Land eingetroffen ist. Auch daran erinnert die Fastenzeit vor Ostern.

Die zweite längere Fastenzeit im Christentum beginnt nach dem Martinstag am 11. November. Es ist ein alter Brauch, dass deshalb am Martinstag noch eine Gans gegessen wird. Sie heißt nach dem Heiligen Sankt Martin „Martinsgans“. Diese Fastenzeit endet Weihnachten. Dann kommt in vielen christlichen Familien die Weihnachtsgans auf den Tisch.

Heute fasten vor Weihnachten nur noch sehr wenige Christen. Die Fastenzeit vor Ostern findet dagegen immer mehr Anhänger.

Ursprünglich wurde im Christentum an zwei festen Tagen gefastet. Mittwochs wurde gefastet, weil Judas Jesus an diesem Tag verraten hat. Und das Freitagsfasten erinnerte an die Kreuzigung Jesu. Auch diese Tradition ging weitgehend verloren. Den Brauch, freitags kein Fleisch zu essen, gibt es aber immer noch.