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Wudū' oder Abdest
– mit einer Waschung bereiten sich Muslime auf das Beten vor
Annett Abdel-Rahman
Muslime müssen sich vor dem Gebet rituell reinigen, bevor sie in Verbindung mit Allah treten.
19.05.2013 - 18:13
Muslime möchten Allah respektvoll und darum sauber begegnen. Darum bereiten sie sich mit einer rituellen Reinigung auf das Gebet vor. Die rituelle Reinigung mit Wasser heißt auf Arabisch Wudū' und auf Türkisch Abdest. Wenn aber nicht genug Wasser vorhanden ist, wird die rituelle Reinigung mit Erde gemacht. Das heißt dann auf Arabisch und Türkisch Tayammun.
 
Bei der rituellen Reinigung mit Wasser waschen sich Muslime zunächst ihre Hände und ihr Gesicht. Dann spülen sie dreimal Mund und Nase aus und streichen sich mit Wasser über die Unterarme, über die Haare, den Nacken und die Ohren. Zum Schluss streichen sich sie auch über die Füße. Bei der rituellen Reinigung ohne Wasser werden erst die Hände über saubere Erde, dann über das Gesicht gestrichen und zum Schluss werden die Hände gerieben.

Weil ohne rituelle Reinigung die Gebete ungültig sind, gibt es in fast jeder Moschee einen Waschraum oder mindestens einen Wasserhahn.