Bilderverbot im Islam

Das arabische Schriftzeichen für Allah aus Metall an einem Holzbrett.
© Annett Abdel-Rahman
- dafür hängt Allahs Name an der Wand
Das arabische Schriftzeichen für Allah aus Metall an einem Holzbrett.
Annett Abdel-Rahman
Der arabische Wort für Allah ist in vielen Moscheen zu finden, gibt es aber auch bei vielen Musliminnen und Muslimen, weil sie Gott nicht abbilden dürfen.
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Musliminnen und Muslime bewundern Allah für alles, was er erschaffen hat: die Erde, den Himmel, die Sterne, den Mond und die Sonne. Allah hat einfach alles erschaffen, was es gibt. Er ist einzig und einzigartig, weil nur er die Macht und Kraft besitzt, die Welt zu erschaffen. Manche islamische Gelehrte finden es deshalb falsch, mit Bildern oder Figuren die Schöpfung Allahs nachzuahmen.

Abbildungen dürfen nicht angebetet werden

Alle islamischen Gelehrten sind sich einig, dass Abbildungen nicht angebetet werden dürfen. Was die Darstellung in Form von Skulpturen, Figuren oder Bilder und Gemälde betrifft, sind sich die Islamische Gelehrte aber nicht einig. Viele sagen, dass nur Allah und der Prophet Muhammad nicht abgebildet werden dürfen, weil kein Mensch wissen kann, wie sie wirklich aussehen. Andere meinen, dass auch Engel nicht dargestellt werden sollten, da sie unsichtbare Wesen sind. Wieder andere vertreten die Ansicht, dass überhaupt keine Lebewesen nachgeahmt werden dürfen.

Einig sind sich jedoch alle darin, dass in Moscheen keine Darstellungen von Menschen oder Tieren erlaubt sind, weil sie vom Gebet ablenken könnten. Stattdessen werden Moscheen mit kunstvoller Schrift geschmückt. Diese Schrift heißt Kalligrafie. Dabei werden Verse aus dem Koran oder die Namen Allahs und der Propheten schön an die Wände geschrieben. So sehen Moscheen prachtvoll aus, ohne dass Bilder oder Figuren gebraucht werden.

Fotos und Videos sind erlaubt

Heute gibt es Fernsehen, Internet und Handys, und fast alle Menschen machen Fotos oder Videos auch viele Musliminnen und Muslime. Früher wurde darüber gestritten, ob das erlaubt ist, doch heute sehen die meisten Gelehrten darin kein Problem. Wichtig ist nur, dabei respektvoll zu bleiben. Niemand sollte fotografiert oder gefilmt werden, wenn die Person das nicht möchte. Jeder Mensch hat das Recht, sich sicher und wohl zu fühlen. Deshalb ist es gut, vorher zu fragen und beim Fotografieren oder Filmen freundlich und rücksichtsvoll zu sein.

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