Was ziehen Muslime zum Pilgern an?
11.10.2011 - 16:25
Wenn muslimische Männer nach Mekka aufbrechen, hüllen sich in zwei große, weiße Leintücher ohne Naht. Ein Tuch schlingen sie um Brust, Rücken und Schulter. Es heißt Rida. Das andere Tuch heißt Izar. Es wird um die Hüfte gewickelt und bedeckt den Körper zwischen Nabel und Knie. An den Füßen tragen die Pilger Sandalen oder andere bequeme Schuhe. Der Kopf bleibt bei den Männern unbedeckt. Mit der einheitlichen Kleidung zeigen Muslime, dass sie eine große Gemeinschaft bilden.

Frauen wählen ihre Pilger-Kleider selbst.

Sie vermeiden aber enge Hosen und Blusen, die die Figur betonen und achten darauf, dass Körper und Haare bedeckt sind. Nur Gesicht und Hände bleiben frei. Außerdem verzichten sie auf Schminke und Parfüm. Manche Frauen tragen einen Schleier, der ihre Haare bedeckt. Er heißt auf Arabisch Hidschab.
Für alle Pilger gilt: die Kleidung muss sauber sein.

Während der Pilgerreise sind für Muslime alle Menschen gleich

Arme und reiche, dicke und dünne, kluge und weniger schlaue Menschen, Managerinnen, Fensterputzer, Bürgermeister und Polizistinnen pilgern Seite an Seite. Alle sind sich darin einig: Allah ist nur wichtig, was in dem Herzen eines Menschen steckt und ob er ehrlich an ihn glaubt und nach danach lebt und handelt. Markenkleidung interessiert Allah nicht.
 
Frag mich
Frag mich