Heilige Schriften im Judentum

- Tanach, Tora und andere
Blick in eine Hebräische Bibel von 1709.
© epd-Bild/Jens Schulze
Im Judentum gibt es sehr viel zu lesen. Die wichtigste Heilige Schrift und das Lehrbuch der Juden ist die Hebräische Bibel. Sie heißt auch Tanach. Christen nennen sie Altes Testament oder Erstes Testament. Wie der Name schon sagt, wurde diese Bibel in hebräischer Schrift und Sprache verfasst. Sie besteht aus drei Teilen: der Tora, den Büchern der Propheten und den Schriften.
Die Tora besteht aus den fünf Büchern Mose. Sie sind in 52 Wochenabschnitte unterteilt. Diese Abschnitte heißen Parascha und werden nacheinander an jedem Schabbat im Gottesdienst behandelt. Auf diese Weise können Juden die Tora in jedem Jahr einmal von vorne bis hinten komplett durchlesen.
Jede Gemeinde besitzt eine handgeschriebene Ausführung auf aufgerollten Schafs- oder Rindshäuten. Das sind die Torarollen. Von ihnen liest der Vorleser ab.

Die Bücher der Propheten heißen Newiim und handeln von den Richtern und Königen nach Moses Tod sowie von den Propheten. Die Propheten kündigen auch den Messias an, der als Erlöser ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit bringen wird.

Die Schriften heißen Ketuwim. Sie umfassen 150 Psalmen und sogenannte Weisheitsgeschichten.

Die Psalmen sind eine Sammlung von Gebeten, die Juden in jeder Lebenslage beten. Laut Überlieferung hat König David sie verfasst und als Erster gebetet.
In den Weisheitsgeschichten über besondere Männer und Frauen verkündet Gott seinem Volk tiefe Lebensweisheiten.

Außerdem haben Juden den Talmud. Er enthält viele Erklärungen und Geschichten. Sie helfen, die Hebräische Bibel richtig zu verstehen und die Gebote richtig zu praktizieren. Der Talmud liefert dem Rabbiner die Grundlage für seine religiösen Entscheidungen. Neben den religiösen Themen ist der Talmud auch ein Gesetzeswerk, in dem rechtliche Fragen aus dem menschlichen Zusammenleben geklärt werden. Dazu zählen zum Beispiel auch Sachbeschädigungen, Diebstahl, Körperverletzung und Mord.

Eure Fragen zu den Heiligen Schriften im Judentum


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Warum sind Judentum und Christentum nicht eins?
Worin gleichen sich die heiligen Schriften der Juden, Christen und Muslime?


Judentum
Autoren: Jane Baer-Krause 
 
Bildnachweise 

Kommentare

Wie kann man das als Projekt vorstellen? - anonym

Wie meinst du das? - Jane

Warum sind Judentum und Christentum nicht eins? Beide glauben doch an das selbe und den selben Gott. Beide haben die Bibel als Schrift, nur dass sie bei den Juden Tora heißt und es kein Zweites Testament gibt. Und für die Juden ist Abraham scheinbar wichtiger als für die Christen. - Jule

Hallo Jule, deine Frage haben wir auf einer eigenen Seite beantwortet. Du findest sie unter "Antworten auf eure Fragen" oder wenn du oben unter dem Text deine Frage anklickst. - Jane

Was für Geschichten gibt es denn im Talmud? - Pyropeller

Hallo Pyropeller, der Talmud erklärt die Gebote und Verbote in der Tora, zum Beispiel Vorschriften für die Zubereitung von Speisen, für das Zusammenleben von Mann und Frau oder für die Gestaltung des Schabbat. Außerdem findest du darin Erklärungen zu rechtlichen Fragen und vieles mehr. Klick mal oben rechts im Kasten auf "Talmud". Dann findest du noch mehr Infos. - Jane

Wie kann man das als Projekt zusammenfassen und einen 10-15 minütigen Vortrag daraus machen? - anonym

Über das Projekt religionen-entdecken findest du im Erwachsenenbereich eine Beschreibung. Dazu klicke in der gelben Leiste unten auf Erwachsene und auf der nächsten Seite unten auf den blauen Button "Über dieses Projekt". Oder meinst du etwas anderes? - Jane

Ich finde das SEHR SPANNEND!!!!!!!!!!!!! - anonym

Wie viele Schriften gibt es im Judentum? - anonym

Hallo, die hebräische Bibel heißt Tanach und besteht aus drei Teilen: Tora, Ketuvim und Newiim. Außerdem gibt es noch die Psalmen und den Talmud. Mehr dazu steht oben im Text und rechts im Kasten kannst du noch weitere Infos anklicken. - Barbara

Hi, warum gibt es Christen? - P.

Hallo P., Christen gibt es, weil Menschen Antworten suchen - und zwar auf wichtige Fragen wie die nach der Entstehung der Welt, dem Sinn des Lebens und was nach dem Tod mit der Seele des Menschen geschieht. Mehr dazu findest du im Lexikon unter den Stichworten "Christen und "Christentum". Barbara

Weil wegen Baum. - Nix

??? - Jane

Wie kann man lernen, Hebräisch zu lesen? - Paul

Hallo Paul, jüdische Mädchen und Jungs beginnen spätestens in dem Jahr vor ihrer Bar Mizwa oder Bat Mizwa in der Synagoge mit dem Hebräisch-Unterricht. Es gibt aber auch Kurse an Sprachschulen, in Volkshochschulen und im Internet. - Jane

Wie nennt man das Ding, was man auf dem Kopf trägt, also den Stein? - anonym

Das ist kein Stein, den Juden zum Gebet auf dem Kopf tragen, sondern eine kleine Kapsel, in der sich Pergamentstücke mit Bibeltexten befinden. Die Kapsel gehört zum Gebetsriemen und der heißt Tefillin. Mehr darüber steht im Lexikon unter dem Stichwort "Tefillin". - Barbara

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