Hawdalla

- die Zeremonie beendet den Schabbat
Geflochtene Hawdalla-Kerze, Kiddusch-Becher und Dose auf einem silbernen Tablett
© Barbara Wolf-Krause
Die Hawdalla-Zeremonie beendet in vielen jüdischen Haushalten den Feiertag Schabbat. Sie beginnt, sobald am Samstagabend die ersten drei Sterne am Himmel zu sehen sind. Zur Zeremonie gehören der Kiddusch-Becher, eine Kerze und eine kleine Dose.

Die geflochtene Hawdallakerze wird als erstes Licht der neuen Woche entzündet. Damit erinnert sie an den ersten Schöpfungstag, an dem Gott nach dem Schöpfungsbericht der Juden, Christen und Muslime das Licht erschuf.
In der Besamimdose werden Besamim aufbewahrt, das sind wohlriechende Kräuter. Die Teilnehmer der Zeremonie am Samstagabend schnuppern an ihr, um den Duft und Segen des Schabbat mit in die neue Woche zu nehmen. Nach der Hawdalla-Zeremonie grüßen sich die Teilnehmer mit "Schawua tow". Das heißt soviel wie "Eine gute Woche". Anschließend darf jeder wieder an die Arbeit gehen oder sich auf die neue Woche vorbereiten.
Übersetzen kann man "Hawdalla" mit dem Wort "Unterscheidung". Denn es wird zwischen dem heiligen Tag und dem Arbeitstag unterschieden, und zwar am Ende von Schabbat und auch am Ende von Feiertagen.

Eure Fragen zu Hawdalla

Judentum
Autoren 
 
Debora Lapide, jb

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