Ein Kreuz vor blauem Himmel

Sind auch die Häuser der Religionen während der Corona-Krise geschlossen?

Seit Mitte März 2020 müssen wegen der Corona-Krise in Deutschland alle Veranstaltungen in Kirchen, Moscheen, Synagogen, Cem-Häusern, Tempeln und den Gebetshäusern anderer Religionen abgesagt werden. Das gilt dort natürlich auch für die Gottesdienste.

Der Grund für die Absage: 
Auch die Religionen müssen sich in allen Ländern an die dort geltenden Gesetze und Regeln halten. Dabei steht das Wohl und die Gesundheit der Menschen über dem Recht auf Religionsfreiheit. Die Regierungen der Bundesrepublik und ihrer Bundesländer haben Mitte März 2020 alle Bürger aufgefordert, möglichst zuhause zu bleiben. Sie sollen sich im Moment außerhalb der Familie mit niemandem treffen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Damit soll verhindert werden, dass sich viele Menschen gleichzeitig mit dem Corona-Virus anstecken. Das hätte schlimme Folgen, denn die Krankenhäuser könnten nicht alle Patienten gleichzeitig versorgen und viele Menschen müssten sterben. 

Einige Häuser der Religionen lassen Gläubige aber für ein kurzes Gebet einzeln in ihre Häuser eintreten. Außerdem gibt es auch weiterhin viele Gottesdienste, gemeinsame Gebete und sogar Feste der Religionen. Doch sie finden jetzt anderswo statt, nämlich mehr als bisher im Internet, im Fernsehen und im Radio. Die meisten dieser Veranstaltungen organisieren die Verbände der Religionen, oft aber auch einzelne Gemeinden. Hier findest du ...

...ein Beispiel aus der Bahai-Gemeinde in Potsdam
von unserer Expertin Karen Reitz-Koncebovski:

"Wir haben gerade in der Bahai-Gemeinde Potsdam groß zusammen Naw-Ruz gefeiert. Zusammen heißt hier: Alle Teilnehmer saßen bei sich zuhause vor einem Laptop oder Smartphone und waren in einer Videokonferenz miteinander verbunden. Damit sind wir einer Weisung des Nationalen Geistes Rates der Bahai in Deutschland gefolgt. Er hat in einem Brief am 13. März alle Bahai dazu aufgefordert, den Empfehlungen der Regierung und der Behörden zu folgen. Er erklärte, dass wir durch unsere Achtsamkeit dafür sorgen können, das Risiko für die öffentliche Gesundheit zu verringern.
Also bleiben wir zuhause und finden andere Wege für das Miteinander. Sämtliche Andachten, Kinderklassen, Juniorjugendgruppen oder Studienkreise finden jetzt im Internet statt. Manche tauschen auch per Post Material. Durch die Einschränkungen entsteht eine Menge Kreativität und sogar eine größere Verbundenheit als wir sie sonst oft spüren.
Auch in unserem Haus der Andacht gibt es im Moment keine öffentlichen Andachten mehr. Einzelne Besucher dürfen aber weiterhin eintreten, wenn sie einen großen Abstand zueinander halten."



Berichte hier auch du aus deiner Gemeinde



Sind auch die Häuser der Religionen während der Corona-Krise geschlossen?
Religion allgemein
Frage: anonym // Antwort: Jane Baer-Krause

Reaktionen der Religionen
auf die Corona-Krise








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