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Sag Schibbolet!
Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen

29. Mai 2019 bis 23. Februar 2020
Jüdisches Museum München - Sankt-Jakobs-Platz 16, 80331 München

Während man von Globalisierung und internationaler Gemeinschaft spricht, werden überall in der Welt neue Grenzzäune und Mauern errichtet: um Staaten, besetzte Territorien und exklusive Wohnsiedlungen, zwischen öffentlichem und privatem Raum, Erlaubtem und Unerlaubtem. Manche dieser Grenzen sind durchlässig und andere tödlich, manche sichtbar gezogen und andere durch kulturelle Codes, Sprachtests oder biometrische Verfahren bewehrt. Grenzen entscheiden über Leben und Tod, „Identität“ und „Fremdheit“, Zugehörigkeit und Ausschluss.

Und Gilead besetzte die Furten des Jordan vor Efraim, und es geschah, wenn die Flüchtlinge aus Efraim sprachen: Ich will hinübersetzen! So sprachen zu ihm die Männer von Gilead: Bist du ein Efrati? Und sagte er Nein, so sprachen sie zu ihm: Sag doch »Schibbolet!« Er aber sagte »Sibbolet«, und vermochte es nicht richtig auszusprechen; da ergriffen sie ihn und schlachteten ihn an den Furten des Jordan. Und es fielen in selbiger Zeit von Efraim zweiundvierzigtausend. (Richter 12, 5-6)

Ausgehend von der biblischen Erzählung von der Flucht der Efraimiter vor den siegreichen Gileaditern und ihrem tödlichen Scheitern an den Ufern des Jordans, lädt das Jüdische Museum München internationale Künstler_innen dazu ein, Grenzen in aller Welt kritisch zu betrachten.

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München.
A wie Jüdisch – In 22 Buchstaben durch die Gegenwart
Ausstellung

26. November 2018 bis 19. April 2020
Jüdisches Museum Berlin - Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin, Eric F. Ross Galerie, Libeskind-Bau

Musik und Jugendkultur, Erinnerung und Traditionen, Sprachen und Heimat: Zweiundzwanzig Impressionen beleuchten den deutschen Alltag von säkularen oder religiösen, alteingesessenen oder gerade in Deutschland angekommenen Jüdinnen und Juden.

Anhand der Buchstaben des hebräischen Alphabets untersucht die Ausstellung Schlagworte und Begriffe und fragt, woran sich »das Jüdische« in Deutschland heute festmacht. Dabei werden ganz unterschiedliche Aspekte deutsch-jüdischer Gegenwart herausgestellt und normierende Vorstellungen hinterfragt.

Wer kennt die »Jewrovision«? Unter dem Stichwort »Jugend« stellt die Ausstellung den größten jüdischen Gesangs- und Tanzwettbewerb für Kinder und Jugendliche vor. Der Buchstabe »Daled« steht für »Desintegration« und beschreibt eine provokative Bewegung einer neuen Generation jüdischer Künstler, die sich von der deutschen Erinnerungskultur nicht mehr als Opfer vereinnehmen lassen wollen. Von Facebook ins Museum schaffte es der Post eines jungen Israeli, der seinen Umzug nach Berlin mit den günstigen Schokopuddingpreisen im deutschen Discounter begründete – und damit in Israel eine Debatte auslöste. Und auch die Orte für den besten Hummus Berlins dürfen in einer Schau über die deutsch-jüdische Gegenwart nicht fehlen.

Die Ausstellung wurde mit Beteiligung Berliner Schülern entwickelt, deren Arbeiten in der Ausstellung zu sehen sind.

Gefördert von den Freunden des Jüdischen Museums Berlin

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 20 Uhr

Eintritt: Mit dem Museumsticket (8 Euro, erm. 3 Euro)
This Place
Ausstellung

7. Juni 2019 – 19. April 2020
Jüdisches Museum Berlin - Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin, Altbau 1. OG

Aus der Perspektive von 12 internationalen Fotokünstlern nähert sich die Ausstellung der Komplexität Israels und des Westjordanlandes – der Topografie, den Bewohnern und ihrem Alltag. Den Ansatz seines Projektes beschreibt der Initiator und Fotograf Frédéric Brenner als Wunsch, den aus der Berichterstattung über die Region bekannten Bildwelten neue künstlerische Motive hinzuzufügen. Dafür konnte er namhafte Fotografen gewinnen: Wendy Ewald, Martin Kollar, Josef Koudelka, Jungjin Lee, Gilles Peress, Fazal Sheikh, Stephen Shore, Rosalind Solomon, Thomas Struth, Jeff Wall und Nick Waplington sind über mehrere Jahre hinweg immer wieder in die Region gereist. Die insgesamt mehr als 200 Fotografien setzen sich zu einem vielschichtigen visuellen Portrait zusammen. Themen wie Identität, Familie, Heimat und Landschaft rücken in den Fokus, während der Nahostkonflikt mal mehr und mal weniger sichtbar ist. Die Betrachter sind durch die sehr unterschiedlichen Arbeiten dazu eingeladen, über die Heterogenität der Region ins Gespräch zu kommen.

Die Ausstellung ist nach Stationen u.a. im DOX Center für zeitgenössische Kunst in Prag, im Tel Aviv Museum of Art in Israel und im Brooklyn Museum of Art erstmals in Deutschland zu sehen.

Die Ausstellung wurde organisiert von der Chronicle of a People Foundation, Inc., New York.
Die Goldene Tafel im Kontext der evangelischen Kirche
Veranstaltung in der Reihe "Interreligiöse Dialoge zur Goldenen Tafel"

14. Februar 2020 - 16:30 Uhr
Landesmuseum Hannover - Willy-Brandt-Allee 5, 30169 Hannover

Die Goldene Tafel aus Lüneburg wurde von den bedeutendsten Künstlern und Handwerkern ihrer Zeit gestaltet. Ihre Malereien und Schnitzwerke gehören zu dem Schönsten, was aus der Epoche um 1400 erhalten ist. Aber wie lesen wir die christlichen Szenen heute? Welche Bedeutung haben sie in einer zunehmend säkularisierten und multireligiösen Gesellschaft? Vertreter*innen der großen Glaubensgemeinschaften stellen sich diesen Fragen.

Vortrag: Bischof Ralf Meister (Landeskirche Hannovers)

Moderation: Simon Benne (HAZ)

Eintritt frei
Autoren: Barbara Wolf-Krause, Jane Baer-Krause
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