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Interkulturelle Woche 2017: Vielfalt verbindet.


Bundesweite Veranstaltungen:
http://www.interkulturellewoche.de/datenbank
fremde.heimat.bibel
Ausstellung

Seit Januar 2017
Bibelhaus Erlebnis Museum - Metzlerstraße 19, 60594 Frankfurt a.M.

Rund 7.000 Sprachen gibt es auf der Welt. In fast 3.000 Sprachen wurde die Bibel bis heute übersetzt. Schon in der Antike gab es biblische Abschnitte nicht nur auf Hebräisch, sondern auch auf Griechisch und später auf Latein. Früh gab es Übersetzungen in andere Sprachen rund um das Mittelmeer.
Heute ist die Bibel auf allen Erdteilen in vielen Muttersprachen zuhause, auch in ganz entlegenen Gebieten. So unterschiedlich die Menschen, die Kulturen und die Sprachen sind: Vielen sind die Geschichten der Bibel vertraut über alle Grenzen hinweg.

Martin Luther war einer der nachhaltigsten Übersetzer in die deutsche Sprache und schaffte mit seiner bahnbrechenden Übersetzung im ausgehenden Mittelalter eine Reform, die bis heute anhält. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts führte die bibelgesellschaftliche Bewegung zu einem Übersetzungsboom. Bibeln wurden in alle Teile der Welt an Menschen verteilt – immer in deren Muttersprache.

Heute kommen diese Bibeln zurück – im Gepäck der Zugewanderten. Sie tragen zur Vielfalt unserer modernen Gesellschaft bei.

Die Ausstellung erzählt vom exemplarisch von Christinnen und Christen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, die in den vergangenen 60 Jahren nach Deutschland zugewandert sind und hier eine neue Heimat gefunden haben.

Zum 500. Reformationsjubiläum erwarten Besucherinnen und Besucher außerdem Drucke und Autographen aus fünf Jahrhunderten Kirchen- und Kulturgeschichte. Dazu gehören neben der Wartburgübersetzung Martin Luthers von 1522 im Original weitere Erstdrucke und Autographen der Reformationszeit von Martin Luther bis Jean Calvin.
NEVER WALK ALONE: Jüdische Identitäten im Sport
Ausstellung

22. Februar 2017 bis 7. Januar 2018

Jüdisches Museum München - St.-Jakobs-Platz 16, 80331 München

Ernst Emanuel Simon verließ den Berliner Sport Club nach antisemitischen Erfahrungen als Soldat im Ersten Weltkrieg. Er trat 1918 dem Jüdischen Turn- und Sportverein Bar Kochba bei. Neben seinem Medizinstudium in Würzburg wurde er 1919 Berlin-Brandenburgischer Meister sowie 1921 Bayerischer Meister im 800-Meter-Lauf. Er war Mitbegründer des Makkabi-Weltverbandes und wanderte 1924 nach Palästina aus. Dort setzte er sich für die Institutionalisierung des Sportunterrichtes ein. Er war Mitorganisator der ersten Makkabiade 1932, den ersten jüdischen Weltsportspielen in Palästina. Vor allem war er ein Pionier der Sportmedizin. Sein Foto beim Zieleinlauf im August 1919 ist das Eröffnungsbild der Ausstellung "Never Walk Alone. Jüdische Identitäten im Sport."

In den beiden Ausstellungsebenen positionieren sich Sportlerinnen und Sportler und Fans jüdischer Herkunft in der Sportarena. Die Konzentration auf einzelne Biografien erlaubt es einerseits, die Selbstwahrnehmung der Sportlerinnen und Sportler zu betrachten und andererseits auch Zuschreibungen von außen offenzulegen. Die Anfänge der Sportbegeisterung sind ebenso Thema wie die facettenreichen 1920er Jahre sowie Ausgrenzung und Verfolgung während des Nationalsozialismus. Der Bogen wird von jüdischen Überlebenden in den Displaced-Person Camps der deutschen Nachkriegszeit über sportliche Positionierungen von Deutschen jüdischer Herkunft in der Emigration gespannt; bis hin zu athletischen Leistungen, die in den letzten Jahren Beiträge zum lokalen Sportgeschehen liefern.

Der Titel der Ausstellung !Never Walk Alone" ist inspiriert von dem Lied "You'll Never Walk Alone", das ursprünglich für das Musical "Carousel" geschrieben wurde. Der Liedtexter Oscar Hammerstein II. und der Komponist Richard Rodgers, übrigens beide jüdisch-amerikanischer Herkunft, vermitteln hierin Zugehörigkeit, Motivation, Trost und Unterstützung für die Protagonistin. In den Sportarenen ist die Idee der Singenden — inzwischen nicht mehr nur beim FC Liverpool — vergleichbar.

Katalog zur Ausstellung
Never Walk Alone. Jüdische Identitäten im Sport
Herausgegeben von Jutta Fleckenstein und Lisa-Maria Tillian-Fink. Mit Beiträgen von Michael Brenner, Gabriel N. Finder, Anke Hilbrenner, Robert Jütte, Wolf-Dietrich Junghanns, Hans Joachim Teichler, Moshe Zimmermann u.a. und Zitaten von Alfred Flatow, Max Nordau, Kurt Landauer, Vicki Baum, Walther Bensemann, Paula Stuck v. Reznicek, u.a.
Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin 2017, 240 Seiten, 24,90 Euro. ISBN 978-3-95565-193-0

Religramme – Gesichter der Religionen
- eine Mitmach-Wanderausstellung in Niedersachsen und in den sozialen Medien

09.01. - 07.02.2018 - Göttingen

In der Ausstellung „Religramme – Gesichter der Religionen“ stellen sich 20 Frauen und Männer aus 20 unterschiedlichen Religionsgemeinschaften und Kulturen vor. Viele von ihnen leben noch nicht immer in Deutschland und haben Traditionen aus ihren Heimatländern mitgebracht. Davon erzählen sie und von ihrem Glauben. Außerdem nehmen sie die Besucher mit an die Orte ihrer Religionen, stellen ihre Musik vor und gewähren Einblicke in ihr Leben. Das Besondere: Der Besucher kann auch Teil der Ausstellung werden – mit Hilfe der Sozialen Medien.

Die Wanderausstellung soll in mindestens 15 niedersächsischen Städte gezeigt werden und vielleicht auch in anderen Bundesländern. Vor Ort werden die unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften einbezogen. Sie bieten Führungen in ihren Gebetshäusern und Vorträge oder andere Veranstaltungen an. Eine wichtige Rolle spielt der digitale Teil der Ausstellung. Dort beantworten die Menschen zu den Gesichtern der Ausstellung viele Fragen. Zum Beispiel „Was ist dir wichtig an der Tradition deiner Religion?“ oder „Wie stehst du zu Menschen mit einem anderen Glauben?“

Konzeption der Ausstellung: Haus kirchlicher Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Religramme auf religionen-entdecken.de
Welcome to Jerusalem
Ausstellung

11. Dezember 2017 – 30. April 2019
Jüdisches Museum Berlin - Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin, Altbau 1. OG

Kirchen, Moscheen und Synagogen prägen das Bild der Altstadt von Jerusalem. Eine große Anzahl christlicher Konfessionen aus aller Welt, muslimische und jüdische Glaubensrichtungen haben diese Stadt zu einem ihrer spirituellen Zentren auserkoren. Gleichzeitig ist Jerusalem von außerordentlicher politischer Brisanz, als Hauptstadt des seit 1948 bestehenden Staates Israel und als beanspruchte Hauptstadt eines künftigen Staates Palästina. Die Ausstellung »Welcome to Jerusalem« thematisiert auf mehr als 1.000 Quadratmetern diese Aspekte der Stadtgeschichte, in der Alltag, Religion und Politik unauflöslich miteinander verflochten sind.
Schlaglichtern auf die Geschichte Jerusalems von der Zeit Herodes bis heute werden aktuelle Stimmen gegenübergestellt, die darüber Auskunft geben, wie Jüdinnen und Juden, Israelis, Palästinenser und Touristen in dieser Stadt leben und sie wahrnehmen. Internationale künstlerische Arbeiten kommentieren historische Ereignisse, politische Positionen und Virtual-Reality-Filme machen die Besucher mit einer in jeder Hinsicht bemerkenswerten und aufregenden Stadt bekannt. In einer Film-Lounge wird die Echtzeit-Dokumentation »24h Jerusalem« zu sehen sein.

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Mit freundlicher Unterstützung der LOTTO-Stiftung
Das Begleitprogramm wird realisiert mit Unterstützung der Siemens AG.

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 20 Uhr, montags 10 bis 22 Uhr
Eintritt: Mit dem Museumsticket (8 Euro, erm. 3 Euro)

Mehr Informationen hier
5. Hannöversches Forum zum Tag der Menschenrechte

10. Dezember 2017 - 19:00 bis 21:30 Uhr
Haus der Religionen, Böhmerstr. 8, 30173 Hannover

mit Christian Mihr (Reporter ohne Grenzen), Matthias Koch (Madsack Mediengruppe) und Franziska Wolters (Amnesty International)

War es das mit der Pressefreiheit? Zur Lage des Journalismus 2017. Vortrag von Christian Mihr (Reporter ohne Grenzen)
Grußworte:
Matthias Koch, Mitglied der Chefredaktion im Redaktionsnetzwerk Deutschland (Madsack Mediengruppe)
Franziska Wolters, Bezirkssprecherin von Amnesty International Hannover

Am 10. Dezember 1948 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Das nehmen der Rat der Religionen und Amnesty International Hannover seit 2012 jedes Jahr zum Anlass, am 10. Dezember mit einem Forum auf Menschenrechtsverletzungen weltweit hinzuweisen.

Eintritt frei. Wir bitten um eine Spende.
Zu Gast im Bahai Zentrum Hannover

13. Dezember 2017 - 10:00 bis 12:00 Uhr
Bahai Gemeindezentrum, Burgwedeler Str. 34 (Endhaltestelle Linie 9), Hannover

Der Bahai-Glaube kennt keinen geistlichen Stand mit besonderer Lehrbefugnis. Alle Gemeindemitglieder sind aufgerufen, sich in die Glaubenslehre zu vertiefen und diese zu verkünden. Alljährlich wird "Der Geistige Rat" gewählt, der die Ortsgruppe leitet. Barbara Hennings erläutert die Lehre der Bahai, die vielen Menschen in Hannover unbekannt ist.

In Hannover leben Menschen fast aller Religionen und Konfessionen. Möchten Sie sich mit uns auf den Weg machen und sie in ihren Gemeinden und Gemeinschaften kennen lernen und mit ihnen ins Gespräch kommen? Dann bietet Ihnen die Reihe "Religionen laden ein" die Möglichkeit dazu. Bei jeder Veranstaltung treffen wir auf Menschen, die uns durch ihr Gemeindezentrum führen, ihren Glauben erläutern und Zeremonien anschaulich beschreiben.

Anmeldung an: canisius-yavuz@haus-der-religionen.de oder Telefon 0511 88 25 11

Eintritt: 3 Euro

In Kooperation mit dem Kulturtreff Hainholz
Die Macht des Heiligen.
Eine Alternative zur Geschichte von der Entzauberung
Akademieabend

13. Dezember 2017, 19.00 Uhr
Katholische Akademie in Berlin e.V. - Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin

»Entzauberung« ist ein Schlüsselbegriff im Selbstverständnis der Moderne. Doch worum handelt es sich dabei eigentlich?

Was genau meinte Max Weber damit? Und sind seine kanonisch gewordenen Vorstellungen überhaupt haltbar beziehungsweise: Sind sie alternativlos? Die Macht des Heiligen ist der Versuch, »Entzauberung« zu entzaubern.

Gastreferenten: Prof. Dr. Hans Joas, Berlin /Chicago und Prof. Dr. Wolfgang Huber, Berlin

Kerzen + Klezmer
Chanukka | Entzünden der Lichter mit musikalischer Begleitung

12. bis 19. Dezember 2017 - jeweils 16 Uhr, Ausnahmen: 15. Dezember: 15.30 Uhr, 16. Dezember: 17 Uhr (wegen Schabbat)
Jüdisches Museum Berlin - Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin, Glashof

Das Anzünden der Kerzen unseres Chanukkaleuchters im Glashof wird in diesem Jahr besonders festlich. Internationale Musiker des Festivals »Shtetl Neukölln« begleiten die etwa 15-minütige Zeremonie mit festlichen und fröhlichen Klezmersounds.

Eintritt: frei
Autoren: Barbara Wolf-Krause, Jane Baer-Krause
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