Kleidung im Christentum

- verrät Stellung und Amt
In einer katholischen Sakristei hängen zwei weiße Messgewänder für Messdiener an einem Schrank.
© Marius Krause
Christen haben keine besonderen Kleiderregeln. Die Ausnahme: In der Kirche oder in einem Kloster sind Minirock und durchsichtige Blusen unerwünscht. Das gilt jedoch für alle Besucher, egal welchem Glauben sie angehören.

Eine Kleiderordnung gibt es im Christentum jedoch für die „Helfer“ Gottes. Sie tragen in der Kirche und zu wichtigen Anlässen besondere Gewänder. An dieser „Berufskleidung“ kannst du oft erkennen, ob ein evangelischer Pastor oder ein katholischer Ministrant, ein Priester oder Erzbischof vor dir steht.

Tipp: Wenn du in der Kirche eine lange Hose und ein langärmeliges T-Shirt trägst, ist das nicht nur ein Zeichen für deine Ehrfurcht gegenüber Gott. Es ist auch gut für dein eigenes Wohlbefinden. Hinter den dicken Mauern ist es nämlich in der Regel auch an heißen Tagen ziemlich kühl.

Eure Fragen zur Kleidung im Christentum

Welche Kleidungsstücke gibt es in der katholischen Kirche? 
Woher kommt die Farbe Lila im Christentum?

Christentum

Kleidungsstücke in allen Kirchen


Beffchen - ein kurzer schmaler weißer Schal. Das Beffchen tragen Pfarrer und Pastorin oft in Norddeutschland über dem Talar (siehe unten). Es ersetzt dort eine weiße Halskrause.

Habit - eine Kutte. Sie ist die Tracht der Nonnen. Ihr Schnitt und ihre Farbe verrät, welchem Orden die Nonne angehört.

Talar - ein weites und langes schwarzes Gewand. Den Talar tragen Pfarrer und Pastorin beim Gottesdienst.

Kleidungsstücke in der Katholischen Kirche


Albe - ein weißes langes Unterkleid. Priester und Diakone tragen es über dem Schultertuch. Um den Bauch herum hält ein Strick die Albe zusammen. Er heißt Zingulum.

Amikt - ein Schultertuch. Priester und Diakone tragen es unter dem Messgewand.

Birett - eine Art Hut. Priester und Bischöfe tragen ihn außerhalb des Gottesdienstes. Das Birett endet oben mit einem Quadrat. Passend zur Soutane tragen Priester ein schwarzes, Bischöfe ein violettes und Kardinäle ein rotes Birett.

Kasel - ein Messgewand ohne Ärmel. Priester oder Diakone tragen es bei heiligen Messen über der Albe. Die Kasel des Diakons hat zwei Streifen vorne und hinten. Kaseln gibt es schon sehr lange. Sie wurden im Mittelalter und danach immer reicher verziert.

Mitra - eine hohe Mütze mit einem Schild vorne und hinten. Eine weiße Mitra hast du sicher schon einmal auf dem Kopf des Papstes gesehen. Bischöfe tragen im Gottesdienst ebenfalls eine Mitra.

Rauchmantel - ein Umhang. Er wird ebenfalls über der Albe getragen und vorne von einem besonderen Verschluss zusammengehalten. Der Rauchmantel ersetzt die Kasel bei Anlässen wie Prozessionen, Trauungen und Beerdigungen.

Soutane - ein langes weites Gewand. Sie ist in südlichen Ländern weit verbreitet. Priester und Diakone tragen eine schwarze Soutane mit 33 Knöpfen. So viele Jahre lebte Jesus auf der Erde. Bischöfe erkennst du an ihrem lila und Kardinäle an ihrem roten Gewand. Der Papst trägt eine weiße Soutane. Die Soutane wird nur im Alltag vom Zingulum zusammengehalten, nicht aber im Gottesdienst. Dann dient sie als Talar.

Stola - langer breiter Schal. Sie trägt der Priester über beiden Schultern über der Albe.

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Farben im Christentum
Autoren Johanna Kallies, Andreas Bothmann, fk, ck, jb
 
Bildnachweise 

Kommentare

Coole Seite. - Anni

Hammer. - Leonie

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